Seele

Das Universum lebt

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    Was ist eine "Seele"?
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Als kleines Vorspiel diene eine Erinnerung: Wann hat die bis zur Renaissance unumschränkt herrschende und wütende Kirche den Frauen eine Seele zuerkannt? Die Rede ist von der Kirche, die auch heute noch in unserem Kulturkreis mit Unterstützung der Politik ihr Unwesen treibt: Verweigerung des GG-Auftrags einer Trennung von Kirche und Staat, milliardenschwere Subventionen, Strafverschonung per politischer Weisung an die Justiz, Dienstleistungen wie zB Steuereintreibung für die Kirche usw. Überflüssig also muss die Frage klingen, ob Tiere, Pflanzen oder gar Steine, also alle Materie, das gesamte Universum beseelt sind.

Seele? Was ist eine Seele? Die christliche Religion raunt von einem göttlichen Wesen, das in den Menschen hineingepflanzt werde und ihm bei seinem Tod wieder entschwebe. Also ein Gespenst, das die Kirche nicht näher erklären kann und daher in einen "göttlichen", transzendenten, jenseitigen Einflussbereich auslagert. Möglichst weit von der Realität entfernt, möglichst geheimnisvoll, ehrfürchtiges Schaudern erzeugend. Nährboden für den Größenwahn des exklusiv mit einer Seele ausgestatteten Menschengeschlechts.

Deduktiv betrachtet, ist es schlicht verwegen, um nicht zu sagen: lästerliich, die Existenz einer Seele, einer jeden Körper lenkenden oder zumindest begleitenden Kraft, in allen Teilen des Universums zu leugnen. Dabei ist es allerdings unverzichtbar, von der überheblichen Sichtweise der anthropozentrischen Denkweisen und Lehren, also Ideologien Abstand zu nehmen und zu halten:

Jeder, der sein Haustier beobachtet, weiß (!), dass Tiere ein Seelenleben, eine Seele besitzen, die wahrscheinlich einfacher strukturiert ist als die menschliche, aber ganz ähnliche Qualitäten aufweist. Geht man nun gedanklich nach und nach zu all den anderen Lebewesen, die wir kennen und stellen uns immer wieder die oben genannte Frage nach der Seele. Jedes Lebewesen hat zumindest ein Empfinden für günstige oder widrige Umstände und sucht oder meidet sie. Dies ist bereits eine seelische Leistung, ein Seelenbeweis. Bei der Materie selbst gibt es noch kein Sensorium, kein Fühlen, weder Freud noch Leid. Doch neben der Körperlichkeit, der Masse, besitzt auch sie ein naturgesetzliches, also geistiges Konzept. Zusammen genommen verfügt jedes Sandkorn, jedes Atom über die minimalen Voraussetzungen einer "Seele", die sich bei einer evolutionären Komplexierung mehr und mehr bemerkbar macht.

Wenn wir die zahllosen guten und bösen Gespenster der uns eingebläuten religiösen Fantastereien mal in den Magier-Zylinder zurückstecken, bietet sich die Erkenntnis an, drängt sich geradezu auf, dass nämlich die Evolution ein universeller, nicht auf die Bio-Entwicklung beschränkter Vorgang ist: So, wie sich erst durch Kernfusionen die verschiedensten Elemente gebildet haben, genauso hat sich durch chemische, später organochemische Verbindungen ganz ohne Wirken eines hexenden Alchemisten die Entwicklung hin zu biologischen Lebewesen ergeben. So können wir rückschließen, buchstäblich Kinder des Universums, der Sonne, der Erde, also der Materie zu sein. Und so, wie die Leber Galle, die Niere Urin und die Lunge den "Odem, den Lebenshauch" hervorbringt, so produziert unser  Gehirn unter weitverzweigter Vernetzung seiner Neuronen: Gedanken und Bewusstsein: der Körper ergibt im Zusammenspiel mit Gedanken, Gefühlen das, was wir gemeinhin "Seele" nennen. Auch die Seele hat also ihre materielle Herkunft - auch wenn diese Erkenntnis geschäftschädigend für die Profiteure des Aberglaubens ist.

Da wir und alles um uns herum, da also das Universum aus nichts (!) anderem als Materie↔Energie besteht, kann es keinen Zweifel mehr daran geben, dass nicht nur wir, sondern alle Bio-Lebewesen, aber auch alle Materie beseelt sind. Und eine Seele kann es nur geben als Produkt von Materie des Alls mit seinem leitenden Konzept. Wenn diese Materie so unzählige wundervolle und ungeheure Erscheinungen der Natur hervorbringen kann, soll sie seelen- und geistlos sein? Dabei sind die Worte "wundervoll, ungeheuer usw" doch nur phrasenhafte, unbeholfene Versuche, etwas Unbeschreibliches, Unfassbares in Worte zu kleiden. In dem geschilderten Zusammenhang macht uns Materie fassungslos. Macht uns aber leider seit jeher geneigt, unser Leben, alles hinzugeben, wenn uns nur jemand in die angeblich "befreiende" Gefangenschaft seiner ideologisch verbrämten (Profit-/Macht-)Interessen nimmt. Er ist dann unser Beherrscher, Sklavenhalter und Gefängniswärter.

Diese Überlegungen öffnen den Weg zu einer angstklappenfreien, umfassenden Denkweise. Wir Menschen müssen schleunigst vom hohen Ross heruntersteigen, müssen an die Wurzeln (lat. radices) unserer Herkunft denken, müssen radikal und respektvoll im Kleinen und Kleinsten denken. Dort liegen Antworten auf unsere Fragen zur Zukunft, nicht bei den Hochseil-Akrobaten, die im Katastrophenfall sich nicht einmal als (zumindest) mitschuldig bekennen, nichts zugeben, sondern von einem "Verhängnis" stammeln. Unsere "Kultur" ist eine Unkultur der Verantwortungslosigkeit.

Das "Weiter so" mit dem "Immmer-mehr, Immer-größer-reicher-mächtiger" führt zur Explosion, dann Implosion, führt zu Krieg, dann Kollaps, zum jämmerlichen Scheitern. Ein Blick zurück in die Menschheitsgeschichte oder in unsere jüngere deutsche Geschichte ... oder ein transatlantischer Blick ... ist für jeden aufgeweckten Menschen beweiskräftig und Verzweiflung nährend. Die Geschichte wiederholt sich nämlich unter Führung extremer Dummheit, Boshaftigkeit und Feigheit nach den Befehlen des jeweiligen Imperiums, nicht nach den Naturgesetzen. Im ursprünglichen Kampf gegen die Natur hat sich der Mensch auf den Irrweg eingelassen, sich als ihr Beherrscher und zerstörender Ausbeuter dünken zu dürfen. Nur eine feige Gesellschaft liefert dazu die unverzichtbare ehrliche Arbeit, die Steuern, das Geld: Sie gibt schon heute mehr als die Hälfte davon dem herrschenden Staat auch für seine Veruntreuungen, Verschwendungen, Verbrechen, Verrat - für "Keine-Experimente!", "Weiter-so!", "Staatsbürgerliche-Verantwortung!" usw. Nur eine feige Gesellschaft schaut nicht so genau hin, wenn vorsätzlich ihre Spaltung in eine Mehrheit von vermeintlich Zufriedenen (die Verzagten, die Guten) und eine Minderheit von "Kritikern" (die Bösen, Faulen, Extremisten) betrieben wird. Eine feige und gespaltene Gesellschaft rebelliert nicht, lässt sich aber herrlich gegeneinander aufhetzen und - verheizen.

Die überwältigende Realität des Universums ist unser Diesseits. Alles ist diesem Diesseits eigen. Ein jenseitiges Gespensterreich diesem All als fixe Idee, also psychopathische Fehlhaltung überzuordnen, ist Hybris und die größtmögliche Lästerung,die unsere starre Kultur betreibt: Eine Kultur der Schizophrenie und bodenlosen Feigheit im Trotz gegen das Wissen, nur ein Nano-Teilchen im All zu sein: ohne universelle Macht, verzichtbar, belanglos - unfähig zur Solidarität - unfähig zur Integration - maßlos in der Selbst- und Herrschsucht einiger Weniger - krank gemacht (!) - unfähig und der Evolution unwürdig - bereit zum Scheitern, zum global erweiterten Selbstmord. Es ist Hybris und eine unverzeihliche Entwürdigung (GG §1,1) der Menschen, sie so zu prägen und zu erziehen, wie andere es wollen, ihnen einen bestimmten Sinn des Lebens zu diktieren, nicht aber die Gesetze der Natur zu beachten und das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele zu schützen, das durch jede aufgezwungene Dogmatisierung, Indoktrination gestört wird. Angesichts der maßlosen und skrupellosen Machtanhäufung der sogenannten Hirten und Eliten ist kein Vertrauen darauf möglich, dass es ihnen um liebende Seelsorge, um gesellschaftliche Gesundheit geht, sondern doch nur um ordinäre Selbstbereicherung an Herrschaftsmacht aller Art.

Seele ist das Gemenge-Produkt aus Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist, Masse und Energie, Naturgesetzen. Die Materie ist weitgehend undifferenziert, aber auch pluripotent, ist unsterblich. Aus ihr entwickeln sich organische Säuren ... Amöben ... Pilze ... Bäume ... Fledermäuse und ... Menschen. Auch jeder Gedanke, jede Gefühlsregung verdankt sich der Arbeit der ausschließlich aus Materie bestehenden Organe unseres Körpers. Materie benötigt nicht uns, sondern wir benötigen sie. Sie ist unsere Herkunft. Größter Respekt, Hochachtung, Verehrung, Liebe zur Materie und allen ihren Hervorbringungen (Natur, einschließlich biologischen Lebens) sind uns angeboren. Aber durch gezielte Entfremdung gehen sie uns verloren. So auch der Respekt vor unserer gesamten Umwelt in Richtung von unten nach oben, nicht herablassend von oben herab. Ich bin überzeugt, dass diese Denkweise heilig iS von heilsam ist, aber den herrschsüchtigen Mächten nicht gefallen kann. Diese benötigen ehrfürchtige, eingeschüchterte, verstörte, subordinierte, durch Angst und Panik steuerbare Bürgen ihrer Macht. Doch das Universum, das All, ist so unendlich, so numinös, so unbegreiflich und großartig für unser beschränktes Denken, dass wir "alle Fragen beantwortenden" verführerischen Surrogate energisch zurückweisen müssen. Wir müssen uns dafür schämen, den Gespenster-Köchen aus Angst und Beqemlichkeit über so lange Zeit gefolgt zu sein und, wie oben erwähnt, den Frauen erst vor ein "paar Jahren" eine Seele zuerkannt zu haben.

Dieses Wissen erlaubt der erwachenden Menschheit, sich die zusammengeraubte (diesseitige !!!) Macht der Jenseits-Religionen zurück zu erobern und den verbrecherischen, alles umfassenden Missbrauch dieser Mächte über Tausende von Jahren zu beenden. Die dezentrale, auf alle Menschen verteilte Macht des Wissens, des Anstands und der Liebe eröffnet uns die Möglichkeit, der menschenverachtenden und menschenunwürdigen Polarisierung in Herrscher und Knechte, in Herrschaft weniger über die Knechtschaft fast aller zu entkommen. Die Demokratie ist die bisher beste Möglichkeit hierzu: Doch sie wird vorsätzlich unterdrückt. Die so genannte "Repräsentative Demokratie" ist keine Demokratie, ist eine verlogene Repräsentation des alten Systems.

Die Bio-Evolution ist in Jahrmilliarden schrittweise vom allereinfachsten ("primitiven") Leben zu immer komplizierteren Formen vonstatten gegangen. Jede neue Art musste sich in der vorbestehenden Umwelt bewähren - oder untergehen. So entstand eine globale Lebensgemeinschft mit weitestgehender Integration aller Mitglieder der gesamten Bio-Familie. Integration und symbiotische Zusammenarbeit sind die synergetischen Stärken eines solchen Systems. Da die desintegrierte Menschheit mehrheitlich nur anthropozentrisch zu denken und zu handeln vermag, stört und zerstört sie mehr und mehr dieses einst ausbalanzierte Gleichgewicht, indem sie unzählige Arten ausrottet, Giftstoffe unkontrolliert verbreitet und dabei nicht erkennen will, dass sie auf dieses Gleichgewicht angewiesen ist. Der Organismus eines jeden Lebewesens besteht aus einer Vielzahl von Einzelelementen, bei den höher entwickelten Arten aus Milliarden einzelner Zellen - alle mit bestimmten Aufgaben, Funktionen betraut. Eine Beschädigung bestimmter Zellgruppen führt zur Erkrankung, vielleicht sogar zum Tod (Virchow'sche Zellularpathologie). Nur Hilfsmaßnahmen, wie Prothesen, also Stützen der verschiedensten Art und aufwändige Korrekturversuche können dem nicht tödlich Geschädigten noch ein wenig helfen.

Übertragen wir dieses Bild auf Gesellschaften und ihre Staatswesen, so verstehen wir die unendlichen Mühen, Qualen, Verbrechen, die Dummheit und Halsstarrigkeit, unter der die Menschheit eine Regierungsform nach der anderen ausprobiert und meist erst mittels blutiger Kämpfe zwischen Herrschern und Untertanen wieder losgeworden ist. Vor religiotischen Krankheitsherden in den Zivilisationen wird seit Jahrtausenden gewarnt, wohlbegründet und mit den besten Absichten. Der gewöhnliche Mensch aber will lieber Bequemlichkeit als die Arbeit der Rebellion und der Integration und der Evolution, wenn er die Wahl hat. Und die allermeisten unserer Regierenden sind gewöhnliche Menschen, zu oft ins Verbrechen abgerutschte Subjekte. Wie todkrank unsere deutsche Gesellschaft schon ohne eine Corona-Seuche war, konnte jeden Tag in einigen seriösen Zeitungen, meist aber nur in alternativen Medien erfahren werden. Hier hilft kein Reförmchen, kein Wahlversprechen, sondern nur eine Rückbesinnung, gedankliche Rückentwicklung zu den Fundamenten unseres Wertecanons und bis zu dem Scheideweg, an dem wir in die Irre geraten sind. Das heißt, wir benötigen dringend eine heilsame Revolution, um dann zur Weiterentwicklung (Evolution) befähigt zu sein.
Doch die Selbstsucht der Übermächtigen will sich alles einverleiben, was sie erwischen, bestechen, erpressen, erzwingen kann, will alle Widerstände vom Tisch wischen.


Anthropozentrisches Denken wird schon bei kleinsten Anlässen geübt: Drei scheinbar belanglose Beispiele:
Unter den Lianen gibt es viele Pflanzen, die sich um Kletterhilfen (Strauch, Baum, Zaun u.dergl.) in einem bestimmten, genetisch festgelegten Sinn herumwinden. So ist es kennzeichnend für das Echte Geißblatt (Jelängerjelieber, Heckenkirsche, zB Lonicera caprifolium), sich an Kletterwirten linkswindend also gegen den Uhrzeigersinn hochzuwinden. In botanischen Nachschlagewerken wird es oft nach der Blickrichtung des Beobachters (meist von oben herab) als rechtswindend beschrieben. - Bei der Zaunwinde (Calystegia sepium) handelt es sich umgekehrt um eine rechtswindende Liane, wird aber als linkswindend beschrieben und brav von Wikipedia auch als solche zitiert. (Im Übrigen ist der botanische Teil von Wikipedia ganz hervorragend bearbeitet!)
Ein anderes Beispiel:
Tiere, die sich ihre Nahrung durch Jagen, Heranpirschen (oder beides) holen, werden mit Vorliebe als "Raubtiere" oder verächtlich als "Raubzeug" eingestuft. Und das von Menschen! Es gibt kein einziges Raubtier, außer dem Menschen. Raub ist ein juristisch klar beschriebenes menschliches Verbrechen. Es gibt in der Tierwelt lediglich Beutegreifer, Greifvögel, Jagdfische usw.
Ein letztes Beispiel:
In vielen Redensarten, vor allem aber bei Schimpfwörtern, werden Tiere zur deftigen Bekräftigung herangezogen: "Du blöder Hund", "du dumme Gans" usw.

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