Leben - ein Labyrinth?

Ohne Windungen leben und ohne Wirrungen?
Ohne Auf und Ab? Hin und Her?
Wir würden an dieser Lebensfeindlichkeit zerbrechen.
Wie gut, dass mein Leben
mehr einem Labyrinth gleicht als einem Lineal.
Im Innern meines Labyrinths
darf ich mich geborgen fühlen.
Nur ich besitze den Ariadnefaden
aus meiner Mitte hinaus und herein.
Jedem Einzelnen von uns,
jeder Familie, jeder Stadt und jedem Staat:
Allen ist ein Labyrinthgeheimnis und
auch eine Labyrinthbeschwernis eigen.
Würde und Bürde,
Unentbehrlichkeit und Beschwerlichkeit
gehen Hand in Hand.

Stefan Laarmann


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